Beim Comedy-Dinner steht keine Handlung im Mittelpunkt, sondern das Programm: Nummern, Sketche, Stand-Up oder improvisierte Szenen nach Zurufen aus dem Saal. Ein Gastgeber verbindet die Blöcke und serviert die Übergänge mit — die Struktur ähnelt dem Varieté, nur dass gegessen wird. Häufig treten mehrere Künstler nacheinander auf, was den Abend abwechslungsreicher macht als eine durchgehende Produktion.
Wie direkt das Publikum einbezogen wird, unterscheidet sich stark. Improvisationsabende leben von Zurufen, Stand-Up-Programme arbeiten oft mit den ersten Reihen, und manche Produktionen lassen den Saal ganz in Ruhe. Wer ungern angesprochen wird, sitzt weiter hinten sicherer. Die Programme sind fast durchweg für Erwachsene gedacht, auch wenn selten etwas ausdrücklich dazu gesagt wird.
Zur Orientierung: Der Comedy-Anteil solcher Abende ist kürzer als ein abendfüllendes Kabarettprogramm — gerechnet wird eher mit sechzig bis neunzig Minuten Programm, verteilt über den Abend. Wer einen ganzen Abend Kabarett sucht, findet ihn auf den Kleinkunstbühnen; wer Essen, Gesellschaft und Programm verbinden will, hier.